Das römische UNESCO-Weltkulturerbe - Römerstadt Carnuntum
Die Römerstadt Carnuntum wurde als Archäologischer Park am 9. Juni 1996 gegründet und feiert heuer ihr 30-jähriges Jubiläum. Seit der Eröffnung im Jahr 1996 konnte die Römerstadt rund fünf Millionen Besucherinnen und Besucher begrüßen.
Einen großen Anteil daran haben die weltweit einzigartigen vollständig rekonstruierten römischen Gebäude, die dieses Jahr ebenfalls Geburtstag feiern, das Haus des Lucius, das älteste vollständig rekonstruierte Haus in Carnuntum, wird dieses Jahr 20 Jahre alt.
Carnuntum war im 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. eine bedeutende und blühende römische Metropole und Hauptstadt der Provinz Oberpannonien. Zu seiner Blütezeit lebten dort rund 50.000 Menschen auf einer Fläche von 10 km2, mit eigenem Amphitheater und öffentlicher Therme. Carnuntum zählte einst zu den wichtigsten Städten der römischen Provinz Pannonien. Als Bastion am Donaulimes gegen das angrenzende Barbaricum und Knotenpunkt der Bernsteinstraße, hatte es große strategische, politische und wirtschaftliche Bedeutung. Den 360 Kilometer langen österreichischen Abschnitt des Donaulimes sicherten 4 Legionslager, 14 Hilfstruppenlager und 20 bekannte Wachtürme. Die bekanntesten Legionslager im österreichischen Abschnitt waren Lauriacum (Enns), Vindobona (Wien) und Carnuntum. Im Fall eines unkontrollierten Grenzübertritts germanischer Truppenverbände ermöglichte eine lückenlose Signalkette zwischen den Wachtürmen und den Lagern eine schnelle Reaktionszeit des römischen Militärs
Carnuntum ist Teil des UNESCO-Welterbes Donaulimes – ein grenzüber-schreitendes Kulturerbe, das für kulturellen Austausch und die Machtpräsenz Roms steht. Der Begriff Limes (lateinisch für „Grenzweg“ oder „Rain“) bezeichnet in erster Linie die befestigte Außengrenze des antiken Römischen Reiches.
Bei einem Rundgang mit Führung taucht man im Archäologischen Park Carnuntum ein in die Welt der rekonstruierten römischen Stadtviertel. Wohnhäuser mit Fußbodenheizung, Werkstätten und Straßenzüge mit all dem Komfort den die Antike zu bieten hatte kann man am Originalstandort erleben, sowie den Glanz und das Vergehen eines Imperiums aus der römischen Hochblüte.
Schloss Eckartsau – Schloss in den Donau Auen
Einen wichtigen Teil der Geschichte der Habsburger-Monarchie, von Thronfolger Franz Ferdinand bis Kaiser Karl I, dem letzten Österreichischen Kaiser und das Ende der Donaumonarchie kann man in Schloss Eckartsau erleben.
In die Geschichtsbücher ging Schloss Eckartsau als letzter inländischer Wohnort von Kaiser Karl I. ein. Das einstige kaiserliche Jagdschloss Eckartsau liegt idyllisch eingebettet im Nationalpark Donau-Auen.
Das hochfreie Geschlecht der Eckartsauer besaß die, um 1175 erstmalig erwähnte, ursprünglich vierseitige Wasserburg.1760 kaufte Kaiser Franz Stephan von Lothringen, der Gatte Maria Theresias, das Schloss. Nach dem Tod Maria Theresias verfiel das Objekt zusehends. Erst Erzherzog Franz Ferdinand ließ es von 1896 bis 1897 generalsanieren, auch der 27 Hektar große Schlosspark wurde 1898 von k&k Hofgartendirektor Anton Umlauft neu gestaltet.
Geschichtliche Bedeutung erlangte das Barockschloss nochmals am Ende der Monarchie als Residenz Kaiser Karls I. Die Nutzung des Schlosses wurde von der Familie auch nach dem Regierungsverzichts in Österreich beibehalten. Kaiser Karl I. unterzeichnete seinen Verzicht auf die Regierungsgeschäfte am 11. November 1918 im Schloss Schönbrunn. Karl und Zita übersiedelten mit den Kindern in der Nacht vom 11. auf den 12, November 1918, vom staatseigenen Schloss Schönbrunn in den habsburgischen Privatbesitz Eckartsau.
Hier übergab Karl am 13. November 1918 an eine ungarische Politikerdelegation seinen schriftlichen Verzicht auf die Regierungsausübung in Ungarn, dankte aber auch dort, wie auch in Österreich, nicht formell ab. Der Gang ins Exil war unausweichlich.
Am 23. März 1919 reisten Karl und seine Familie mit dem ehemaligen k&k Hofzug der Staatsbahnen vom Bahnhof Kopfstetten in die Schweiz ab. Der letzte österreichische Kaiser verbrachte seine letzten Lebensmonate ab November 1921 im Exil auf Madeira. Er starb dort am 1. April 1922 im Alter von 35 Jahren an einer Lungenentzündung. Er wurde in der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte in Monte bei Funchal beigesetzt.
Der Familienfonds der Habsburger wurde mit dem Habsburgergesetz vom 3. April 1919 entschädigungslos in Staatsbesitz übernommen, ist somit Eigentum der Republik Österreich und wird von den Österreichischen Bundesforsten verwaltet.